birds for the mind
die diesjährige 'Kunst auf dem Ponton' im Rantzauer See stammt von dem Künstler und Bildhauer
Jürgen Ferdinand Schulz aus Clenze (Wendland)
Die Gedanken des Künstlers zu seinem eigens für den Ponton entwickelten 'birds for the mind':
'Ein Käfig ist praktisch und neutral gesehen eine Behausung, die einen Schutz biete - entweder schützt er vor einem 'Ding'
Drinnen oder er schützt etwas im Käfig vor dem 'Draußen’. Eine schnelle Assoziation zielt darauf, das etwas Besonderes oder
Gefährliches gefangen genommen wurde um es zu besitzen und nicht mehrentkommen zu lassen.
Die goldene Farbe macht diese Behausung zu einem Symbol für die eingeschränkte Freiheit oder sogar für Unfreiheit; der Goldene Käfig wird zum Zeichen dafür,
in seiner Komfortzone gefangen zu sein und richtet sich
so direkt an den*die Betrachter*in, die eigene Position zu überprüfen.
Installiert auf dem Rantzauer See, soll der Goldene Käfig auch auf die veränderten Umweltbedingungen aufmerksam machen
und den damit verbundenen Auswirkungen auf die Lebensräume aller Lebewesen.
'Bird for the mind' ist der Titel des belgischen Komponisten Wim Mertens; er läßt viel Raum für eigene, freie Gedanken und
eröffnet so die Gelegenheit und Ermutigung zum Handeln.
‚Toad Walkers‘
'Die Skulpturengruppe der Toad Walkers (Krötenwanderer) ist eine soziale Metapher für eine
Konsumgesellschaft, die versucht, mit der Natur in Verhandlung zu treten. Die Kommerzialisierung ist
bereits bis in den letzten Winkel des Planeten vorgedrungen. Die mit Bitcoins und Goldbarren beladenen
Kröten balancieren das ambivalente Verhältnis zwischen dem Kapitalismus und der Natur aus. So wie
der Kapitalismus durch rücksichtlosen Raubbau aus der Umwelt seine eigenen Voraussetzungen
kannibalisiert, riskieren die Toad Walkers ihren Fortbestand durch maßlose Gier. Diese Gier hindert
sie daran, in ihr ersehntes Habiat zurückzukehren, da sie auf ihrer riskanten Wanderung von der
Last des Geldes überwältigt sind'
